Kommentar

Wohl kaum ein Kleinsttheater in Luzern hat einen treffenderen Namen: Von der «Loge» aus hat man als Concierge das Helvetiagärtli fest im Blick. Nach innen gerichtet, zur Miniaturbühne, sitzt fast jeder der maximal 50 Gäste in der ersten Reihe, nah genug jedenfalls, um das Weisse im Auge der Akteure zu sehen. Und umgekehrt. Heute also einmal ein Blick in den Saal … 

Luzerner Theater, 18.01.2017: Die Theaterbox öffnet ihre Klappen für eine gruppentherapeutische Betrachtung eines der bekanntesten Dramen des Naturalismus. Henrik Ibsens 1879 erschienenes Werk «Nora oder Ein Puppenheim» (im norwegischen Original nur «Ein Puppenheim») wurde in 138 Jahren vielfach und den Zeitläuften folgend adaptiert.

Kunsthalle Luzern, 17.01.2017: Die Kunsthalle Luzern stellt im Kabinett mit der «Retrospektive des Alleinseins» eine Doppelausstellung mit guter, aber nicht ganz einfacher Fotografie aus. Der Autor hat die beiden Luzerner Fotografen Mischa Christen & Patrick Blank getroffen und mit ihnen ausgiebig über Beziehungen, Sehnsüchte, Haareschneiden und das Alleinsein gesprochen.

Theaterpavillon Luzern, 06.01.2017: «Crisis? We are not in a crisis, we are only in some difficulties and these will be solved within our family.» Joseph Blatter hat mit diesem 2011 berühmt gewordenen Zitat auch ziemlich treffend formuliert, worum es in «Das Fest» geht. Es ist eine Familiengeschichte, in der sich der Patriarch so einiges anhören muss. Zu Recht? (Fotos: Benno Lottenbach)

Konzerthaus Schüür, 04.01.2017: Die Kick-Ass-Award-Show des Radio 3fach lebt davon, nicht alles so ganz ernst zu nehmen. Bisschen ans Bei bisle, bisschen sich selber die Kirsche auf die Torte setzen, bisschen lustig, hihihi, hahaha, hohoho. Auch dieses Jahr. Wieder. Gähn. Erwartbar ironisch. Wie dieser Artikel, gäll?