Literaturpause

Wir präsentieren freudig: unsere neue Literaturpause! Als eigene kleine Publikation, in neuem Format und (nur körperlich, nicht aber geistig) losgelöst vom Kulturmagazin, wird sie noch mehr zu dem, was sie eben sein soll: eine Gelegenheit, um durchzuatmen, in sich zu kehren, sich eine Pause zu gönnen. Das kleine Format lässt sich problemlos in Rucksack oder Tasche platzieren und ist griffbereit, wenn Zeit da ist; in der Badi, in den Ferien, im Zug. Dazu haben wir den Umfang verdoppelt – schliesslich hat man gerade im Sommer die Musse, sich dem Lesen hinzugeben. Zudem möchten wir noch mehr Hintergrund zu den Schreibenden vermitteln und damit den Texten einen Rahmen geben.

Literaturpause_Juli_2020

 


Im Debüt dieser neu gestalteten Literaturpause befassen wir uns mit Geräuschen, mit Rhythmus, mit Klang – kurz: mit Musik. Dass die Grenze zwischen Musik und Literatur kontinuierlich verwischt, wissen wir nicht erst seit Bob Dylans Nobelpreis. Viele Musiker*innen sind begnadete Texter*innen: Kate Tempest, Nick Cave, PJ Harvey, Sven Regener – die Liste schreibender Musikschaffender kann beliebig erweitert werden.

Literaturpause_Juli_2020

 

Literaturpause_Juli_2020

So haben auch wir uns auf die Suche nach der lyrisch-musikalischen Grenzerfahrung gemacht. Dominic Oppliger ist einer ermüdenden, nicht enden wollenden Geräuschkulisse ausgesetzt, Jaronas Scheurer erörtert, wann Lärm zu Musik wird – und vice versa. Das Duo Dietiker / Dillier wandert durch die «Streets of London», dazu entstand extra für diese Ausgabe eine musikalische Komposition. Und Christoph Fellmann beantwortet die Frage: Wie schreibt man eigentlich über Musik, ganz ohne Plattitüden? Und schliesslich ist die Verwandtschaft der Worte Lyrik und Lyrics nicht zufällig; darum präsentieren wir einen Vorabdruck des neusten Songs von Luzi Rast und Mike Walker, die als Rap-Combo «GeilerAsDu» bekannt sind. Dazu gibt es Gedichte, Erzählungen und auch ganz neu: eine Ausschreibung für Nachwuchsschreibende.

 

Literaturpause_Juli_2020