
13.05.26
Kunst
Hilar Stadler: Gern im Gegenwind
Fünf Jahre sollten es werden – Hilar Stadler ist geblieben und hat das Museum im Bellpark schweizweit zu einem der interessantesten Ausstellungsorte gemacht. Nun wird er mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet.
Franziska Nyffenegger (Text) und Anne Morgenstern (Bild)
An Dienstagen bleibt das Museum geschlossen. Vor Ort ist Hilar Stadler trotzdem, wie an vielen Tagen seit 30 Jahren. Augenzwinkernd bemerkt er: «Einmal Direktor, immer Direktor: Das ist doch ein guter Lebensentwurf.» So richtig habe er sich noch nicht daran gewöhnt, dass dieser Entwurf, der nie beabsichtigt war, nun mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet wird, der grössten Ehrung, die einem in der Schweizer Kunstszene widerfahren kann. Dank Stadler, heisst es in der Pressemitteilung des Bundesamts für Kultur, sei das Museum im Bellpark in Kriens zu einem Modell geworden dafür, was in kleinen Institutionen ausserhalb der urbanen Zentren möglich ist: Auseinandersetzung mit dem Dringlichen, Verbindung von Ort und Welt, Dialog zwischen den Disziplinen.






