
15.04.26
«Ich wünsche mir mehr Mut»
Die Gemeinde Ebikon verkauft ihre Liegenschaften an Private – und gibt damit Kulturraum preis. Nun weicht auch die Kultursonne einem Neubau. Für den Gründer Reto Bernhard ist das mehr als ein lokales Problem: Gerade in der Agglomeration brauche es Orte, die Identität stiften.
Tuğba Ayaz (Interview) und Kim da Motta (Bild)
Reto Bernhard, wie ging es Ihnen, als Sie erfuhren, dass die Kultursonne einem Neubau weichen wird?
Ich nahm es gefasst zur Kenntnis. Ich wusste, das würde kommen. Die Kultursonne ist in einem Gebäude, das einer Erbengemeinschaft gehört. So auch das Restaurant Sonne nebenan, wo wir anfangs Veranstaltungen durchführten. Das Bauunternehmen Anliker hatte für beide Gebäude ein Vorkaufsrecht. Mich überraschte allerdings, wie schnell der Verkauf über die Bühne ging.



