An der gestrigen, feurigen Countrynight in der Reussfähre ist es passiert. Ich habe mich hoffnungslos verknallt. In einen grossen, breitschultrigen Kasten, der weiss, wie man Frauenbeine zum Schwingen bringt... und ich habe gemerkt: Fasnacht ist nicht gleich Fasnacht, und Fasnacht kann tatsächlich sauglatt sein.

Ein Stimmensammelsurium zur Kunst von Niklaus Wenger (*1978), die hier den Blicken entzogen bleibt. Wer die Ausstellung sehen will, soll unbedingt selber hingehen! – Vernissage war gestern in der Galerie sic! an der Baselstrasse. Und übrigens: 

Urs Lüthi, einer, der in die Weiten des Kunstfelds auszog, um seinen Doppelgänger zu erfinden: 1947 in Kriens geboren, dem Las Vegas der Zentralschweiz, gehört er heute zu den grössten Grössen, zu den exzellenten Hotspots der Internationalen Kunst.

Ein Kulturteil fällen? In diesem Fall eine höchst diffizile Angelegenheit. Ich war selber involviert. Als Sprachrohr der Kunst. Was ich hingegen hier bieten kann, ist eine Art audiovisuelle Dokumentation

Als Off-Pop-Festival wird es von den Organisatoren angepriesen. Im Verlaufe des Abends bekam diese Bezeichnung eine tiefere Bedeutung. Es standen drei Bands auf der Sedel-Bühne, die jeweils jede auf ihre Art eine Destruktion popmusikalischer Klischees betrieb. Der Punk-Gestus war allgegenwärtig – als Attitüde, nicht als Plattitüde.