Kommentar

Wohl kaum ein Kleinsttheater in Luzern hat einen treffenderen Namen: Von der «Loge» aus hat man als Concierge das Helvetiagärtli fest im Blick. Nach innen gerichtet, zur Miniaturbühne, sitzt fast jeder der maximal 50 Gäste in der ersten Reihe, nah genug jedenfalls, um das Weisse im Auge der Akteure zu sehen. Und umgekehrt. Heute also einmal ein Blick in den Saal … 

Luzerner Theater, 18.01.2017: Die Theaterbox öffnet ihre Klappen für eine gruppentherapeutische Betrachtung eines der bekanntesten Dramen des Naturalismus. Henrik Ibsens 1879 erschienenes Werk «Nora oder Ein Puppenheim» (im norwegischen Original nur «Ein Puppenheim») wurde in 138 Jahren vielfach und den Zeitläuften folgend adaptiert.

Theaterpavillon Luzern, 06.01.2017: «Crisis? We are not in a crisis, we are only in some difficulties and these will be solved within our family.» Joseph Blatter hat mit diesem 2011 berühmt gewordenen Zitat auch ziemlich treffend formuliert, worum es in «Das Fest» geht. Es ist eine Familiengeschichte, in der sich der Patriarch so einiges anhören muss. Zu Recht? (Fotos: Benno Lottenbach)

Luzerner Theater, 17.12.2016: Das Luzerner Theater schiebt dem Publikumsrenner «Rigoletto» mit Mozarts «Zauberflöte» gleich einen zweiten hintennach. Die Produktion gibt primär Gelegenheit, sich ein Bild über die neuen Sängerinnen und Sänger am Hause zu machen. Dem Regisseur Wouter van Looy gelingt es nur sehr beschränkt, einen schlüssigen Interpretationsansatz herauszuarbeiten.

Box des Luzerner Theaters, 24.11.2016: «Man bleibt, wo man hingehört, und wer nicht bleiben kann, gehört halt nirgends hin oder eine arglose Beisetzung» ist eine Wortlawine, die über den Zuschauer rollt. Es sind Massen aus zusammengesetzten Buchstaben, die sich ohne Vorankündigung lösen und vielstimmig bis wirr um den Begriff der Heimat den Berg herunterrollen. (Bilder: David Röthlisberger)