Das B-Sides endete gestern zu aller Zufriedenheit: Wieder ausverkauft und wieder viel unglaubliche Musik von Minsk bis New York. Und nicht minder wichtig und vielseits gelobt: Für ein Openair waren die Schlangen unüblich kurz, und es hatte immer Papier und Seife bei den WCs. Das Festival auf dem Sonnenberg ist nicht nur das schönste seiner Art – es ist auch das bestorganisierte.

Dieses Wochenende geht die vierte Ausgabe des B-Sides-Festival über die Bühne und verzaubert unseren Hausberg zum Olymp des guten Geschmacks. Im Gegensatz zu den Vorjahren scheinen gar die Götter nichts einzuwenden. Deren Meteorologe, der Petrus, beschied gestern nur eine Viertelstunde Regen. Und somit stand einem grandiosen, ausverkauften (!) Freitagabend nichts mehr im Weg.

Seit 1977 verfolgt das Junge Theater Basel das Prinzip, unausgebildete Jugendliche erste Rollen in einem professionellen Rahmen erarbeiten zu lassen. Mit «strange days, indeed», mit dem die Schauspieltruppe bereits Gastspiele in Gmünden, Linz, Bern, Landsberg und Duisburg gab, wurde erstmals Tanz ins Zentrum gerückt.

Gestern Abend feierte das Freilichtspiel «Doktor Faustus» – frei nach Christopher Marlowe, in der Bearbeitung von Gisela Widmer – vor der atemberaubenden Kulisse der Tribschenhalbinsel Premiere. Regie führte Livio Andreina. Die Tribüne war gut gefüllt, die VBL verteilte aufblasbare Sitzkissen, das Wetter hielt.

Drei Konzerte, drei Soloshows, drei Namen: Angelo Spencer, Karl Blau, Kimya Dawson. Der gestrige Montagabend im Südpol war in dreifacher Hinsicht hinreissend. (Anti-)Folkkonzerte mit bleibenden Folgen!